Araya, Venezuela

ARAYA - Exkursion zur Festung und den Salzsümpfen

Araya Halbinsel

Einmal mehr zeigt sich in Venezuela mit der Araya – Tour ein Extrem des Landes. Nur eine Stunde von den tropischen Regenwäldern in Paria oder im Nationalpark Guacharo entfernt, reisen wir über die Halbinsel ARAYA. In ihren natürlichen Salinen wird durch die sengende Hitze der Sonne jodhaltiges Meersalz gewonnen. Eine wüstenartige Landschaft eröffnet sich uns mit einsamen Stränden entlang der Perlenküste zwischen der Halbinsel ARAYA und der Isla-Margartia.

"Unser erster Ausflug galt der Halbinsel Araya und jenen ehemals durch den Sklavenhandel und die Perlenfischerei vielberufenen Landschaften."
Alexander v. Humboldt.

Araya StadtAraya KüsteVon der Quinta-Palomar erreichen wir in 15 Minuten die zweitälteste Stadt des ameri­kanischen Konti­nents CARIACO. Unser erster Stopp ist an der Kathe­drale von Cariaco, im typischen kolonialen Bau­stil, die aus dem 17. Jahr­hundert stammt. Sie wird seit dem star­ken Erd­beben von 1996 renoviert. Früher hatte Cariaco Be­deutung durch den intensiven Anbau von Baum­wolle und Kakao. Den ver­blassten Reich­tum kolonialer Zeiten sieht man noch an der alten Kathedrale von Cariaco. Heute sind die Pflanzungen meist durch Gemüse und Kartoffeln sowie Bananen, Papaya Melonen, Guave, und durch Kokoshaine für den regionalen Markt ersetzt worden. Südlich von Cariaco sind einige Thermalbäder. An der Laugne von Campona treten viele schwefelhaltige Quellen zu Tage und werden als Balenarios genutzt (Schwimmbäder).

Araya Halbinsel

Araya SeeadlerPelikaneWeiter entlang der Küstenstrasse bis nach Chaco­pata begegnen uns See­adler, Geier, Peli­kane, Papa­geien und viele Fregatt­vögel. Die gleich­namige Lagune ist immer mit sehr vielen Flamingos be­völkert. Im Norden haben wir die Isla – Margarita im Blick­feld. Ein kilometer­langer, ein­samer Sand­strand -heiß- ohne Schatten und immer im Wind. Er ist selbst für Sonnen­anbeter eine Heraus­forderung. In dem sehr einfachen Fischerdorf Chacopata ist der einzige Erwerb der Fischfang oder die Fährboote nach Margarita. (Sie gehen im 2h-Takt und haben eine Passage von nur 1 h.) Mit den einfachen Booten ist die Überfahrt zur Isla Margarita ein Abenteuer, das man sich nicht entgehen lassen sollte (Hin und wieder werden schon mal die Tüten verteilt).

Gemeinschaftlicher FischfangBootsingenieurAb Chacopata geht es weiter in die karge Land­schaft von ARAYA. In den aus­ge­trockneten Que­bradas mit ihren Kakteen­hainen, in Säulen- oder Kandelaber­form von über 6 m erleben wir eine un­wirtliche Land­schaft. Alle Erd­farben, Ocker, Bläulich, Grün, Rot bis Gelb, sowie alle Braun­töne sehen wir in diesem ein­samen, heißen Land­strich. Wir machen öfter einen Stopp und genießen herrliche Panorama­blicke über die Karibik.

Am westlichen Punkt der Halbinsel erreichen wir die gleichnamige Stadt ARAYA mit ihren natürlichen Salinen. Bereits in den 50er Jahren wurde ein Schwarz/Weiß Dokumentarfilm "Das weiße Gold Arayas" über die Arbeiterinnen von Araya gedreht (auf der Berlinale 2009 wurde die Weltpremiere der restaurierten Fassung gefeiert, nachdem der Film erstmalig 1959 in Cannes gezeigt wurde und dort sogar den internationalen Kritikerpreis gewann).

ArayaDie Salinen schimmern durch ihren hohen Jod­gehalt leicht rötlich und geben der Um­gebung einen un­wirk­lichen An­schein. Um die Unter­halts­kosten einzu­sparen wurde das Schloss ARAYA von Spanien 1762 zerstört. Aber noch heute geben die mächtigen Ruinen einen Ein­druck über die früher hart um­kämpften Salinen von ARAYA.

"Giftige Reptilien sind allerdings beim Schloss Araya sehr häufig, und erst vor kurzem waren beim Eingang des Dorfes Maniquarez zwei Jaguare erlegt worden. Nach den aufbehaltenen Fellen waren sie nicht viel kleiner als die ostindischen Tiger."
Alexander v. Humboldt.

Araya-ExpressIm Anschluss an eine Besichtigung der Salinen und des Schlosses lädt die schöne Bucht von Araya nach dem heißen Tag zu einer Abkühlung am Strand ein, bevor wir mit der Fähre nach Cumaná übersetzen.

"Am Fuße des alten Schlosses von Araya angelangt, lag ein Naturbild mit einem melancholischen, romantischen Anstrich vor uns."
Alexander v. Humboldt